Dieser letzte Artikel von Dietmar Fischer erreichte mich wenige Tage vor seinem Tod.
Am Donnerstag, den 10. März 2005 starb Dietmar Fischer. Unser ganzes Redaktionsteam ist traurig und erschüttert über diesen plötzlichen Tod.
Dietmar hat die Jungschar ganz fest in seinem Herzen getragen. Auch wenn die Haare mit den Jahren etwas grauer wurden, innen ist er immer jung geblieben. Das merkt man an seinen lustigen Spielentwürfen und Jungscharideen. s.S. 47. Sein größtes Anliegen war es, dass Kinder und Jugendliche Jesu Botschaft hören können.
Im JSL 2-05 schrieb Dietmar eine Geschichte über Rocky. Auf die Frage, was kommt nach dem Tod, antwortete dieser: „Da fängt das Leben erst richtig an!“. In dieser Zuversicht lebte und schrieb auch Dietmar Fischer. Dietmar, wir wünschen dir das ewige Leben in Gottes liebevoller Nähe!
Jahrzehntelang hat Dietmar im Jungscharleiter mitgearbeitet und geschrieben. Dafür sind ihm viele Mitarbeitende, Jungscharkinder und nicht zuletzt die Redaktionsleitung des Jungscharleiters von Herzen dankbar.
Wie gut, dass diese geschriebenen Worte bleiben. Unbearbeitet und ganz live der nachfolgende Beitrag von Dietmar – für eine gelungene Jungscharstunde.
Ohren haben wir alle. Wir hören vieles. Manchmal ist es so, dass wir alles hören, aber es bewirkt nichts. Es ist, als wären unsere Ohren verstopft. Dieser Ausspruch stammt von Jesus. Er wollte damit unterstreichen, dass sein Reden für uns wichtig ist.
Deshalb greift die folgende Jungscharstunde das Hören auf Gott vielfältig auf.
Ablauf
• Einstieg: Weckerspiel
• Andacht: Samuel! (1. Samuel 3)
• Spiele: Geräuschequiz (Haushalt), Diktierspiel
• Aktion: Hörspiel selber bauen
• Lieder
Einstieg Weckerspiel
Ein Kind muss mit verbundenen Augen den Wecker finden. Das gelingt nur, wenn alle ganz leise sind.
Andacht zu 1.Samuel 3
Der junge Samuel lebte beim Priester Eli im Tempel. Dort verbrachte er auch die Nächte. An diesem Abend hatte er sich zum Schlafen niedergelegt. „Samuel“, hörte er seinen Namen rufen.
Samuel springt auf und läuft zu Eli. „Meister; ihr habt mich gerufen?“ Doch Eli schaut ihn mit schlaftrunkenen Augen an und antworte: „Nein, Samuel, ich habe dich nicht gerufen.“ Etwas verwundert legt sich Samuel wieder schlafen. Seine Verwunderung nimmt zu, als er noch ein zweites und drittes Mal geweckt wird. Deutlich hört er „Samuel“. Jedes Mal geht er zu Eli und fragt ihn: „Hast du mich gerufen?“ und Eli antwortet: „Habe dich nicht gerufen.“ Beim dritten Mal hat Eli aber eine Ahnung und fügt hinzu: „Wenn du noch einmal gerufen wirst, dann antworte: Herr, sprich, dein Diener hört.“ Es wird Gott sein, der dich ruft.
Und tatsächlich, Samuel liegt noch nicht lange auf seiner Matte, da ruft eine Stimme: „Samuel, Samuel!“ Samuel antwortet: „Herr, sprich, dein Diener hört!“ Gott gibt ihm eine Botschaft für Eli weiter. Es ist keine schöne Botschaft. Gott will Eli strafen, weil dessen Söhne über ihn spotten und Eli nicht eingreift. Gott will mit uns reden. Er ruft uns. Er kennt unsere Namen. Doch wir hören seine Stimme nicht. Auch Eli hat die Stimme Gottes nicht mehr gehört. Obwohl er doch sein Leben lang Gott gedient hat. Woran liegt es?
Mit dem Kassettenrecorder im Haushalt typische Geräusche aufnehmen: Klospülung, Kaffeemaschine, Staubsauger, laufender Wasserhahn, Waschmaschine, wenn sie schleudert, Zeitung umblättern, Wecker klingeln, mit Geschirr klappern. Die Geräusche werden nacheinander vorgespielt. Die Kinder raten nach jedem Geräusch. Geräusche auch mehrmals vorspielen.
Aktion: Hörspiel selber bauen (als Alternative zu den Spielen.) Die Aufgabe besteht darin, als Gruppe oder in Untergruppen ein Hörspiel aufzunehmen. Es muss bestimmte Worte enthalten, z.B. Stossstange, Banane, Schultafel, Taschentuch und Käsebrot.
Wenn in Untergruppen gearbeitet wird, sollte in jeder Gruppe ein Mitarbeiter zur Unterstützung sein. Es muss zunächst eine Geschichte ausgedacht und sie dann in Rollen gesprochen werden.
Der Abschluss dieser Einheit ist, sich die unterschiedlichen Geschichten anzuhören.
Diktierspiel
Zwei bis vier gleich lange Texte aussuchen und auf je eine Karteikarte schreiben. Dem Alter entsprechend sollten es sehr einfache Texte sein. Es werden zwei bis vier Paare gebildet. Ein Paar besteht immer aus Chef und Sekretär.
Die Chefs diktieren ihren Sekretären ihren Text. Das geschieht gleichzeitig. Man muss aus dem Wortsalat seinen Text heraushören und aufschreiben. Beendet kann das Spiel werden, wenn der Erste fertig ist, oder zu Ende diktieren lassen. Wer hat die wenigsten Fehler?