Probeartikel

< Schokolade – zart und bitter

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Vorüberlegung für Mitarbeitende

Das Pfingstereignis gilt als die Geburtsstunde der christlichen Gemeinde. In der Apostelgeschichte Kapitel 2 wird uns davon berichtet. Der von Jesus versprochene Beistand und Tröster, der Heilige Geist, kommt zu den Jüngern. Das geschieht einige Wochen nach der Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt Jesus. Bis dahin wussten die Jünger nicht wirklich, wie ihr Leben weiter gehen sollte. Das änderte sich deutlich beim Pfingsterlebnis. Der Heilige Geist befähigte die Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu, vor die Menschen zu treten und Zeugnis von ihrem Glauben zu geben. Sie redeten so, dass auch fremde Menschen ihre Rede verstanden. In dieser Kraft konnten die Jünger das Werk Jesus voran bringen. Bis heute werden wir Christen durch den Heiligen Geist gestärkt und begabt. Durch den Heiligen Geist können wir glauben, verstehen die Bibel und dürfen Teil haben an Jesu Kraft. Der Heilige Geist bringt unseren Glauben in Bewegung, hält uns in der Beziehung zu Jesus und als Gemeinde zusammen. Er wohnt in uns und hilft so zu leben, wie es Jesus entspricht. Die Symbole für den Heiligen Geist sind die Taube, Feuer und Wind.

Einstieg

Lieder zum Thema (siehe unten)

Die Jungscharkinder bekommen Kärtchen mit Adjektiven, die sie pantomimisch darstellen sollen: lustlos, traurig, starr, fragend, leblos und im Gegensatz dazu: fröhlich, lustig, kraftvoll, siegreich, tatkräftig. Das funktioniert natürlich leichter, wenn die JS-Leiterin mit den Kindern zusammen durch den Raum geht und mit einigen Sätzen zu dem jeweiligen Wort hinführt. Zum Beispiel: Stell dir vor, du bist auf dem Weg zur Schule und weißt, dass heute eine Mathearbeit geschrieben wird. Du hast keine Zeit zum Lernen gehabt und würdest am liebsten wieder umdrehen. So richtig lustlos läufst du weiter. Es spüren alle diesem Gefühl nach, auf das STOP der Leiterin „frieren“ die Kinder ihre Haltung der Lustlosigkeit kurz ein – nicht die kleinste Bewegung ist erlaubt. Dann kurz Ausschütteln oder Abstreichen des Körpers und auf geht es zur nächsten Gefühlspantomime. Anschließend werden die Kärtchen thematisch geordnet auf den Boden gelegt. Die Jungscharkinder sollen nun auf einen großen Plakatkarton oder auf einen Bogen Packpapier die Begriffe in Farben darstellen: mit welchen Farben wird lustlos, traurig…usw. und mit welchen Farben wird lustig, kraftvoll… dargestellt. Alternative Einzelarbeit: Jedes Kind zieht einen der Begriffe und stellt diesen auf einem DIN A3 Papier mit den Farben oder in der Form dar, die zu dem Wort am besten passen.

Andacht

Überleitung zur Andacht, die als Erzählung zu Apg 2, 1ff gestaltet ist. Dabei dienen die gemalten Bilder der Kinder als „Leitfaden“.

So leblos und traurig waren auch die Jünger, nachdem Jesus sie verlassen hatte. Jesus war bei Gott, die Jünger waren allein geblieben. Was sollten sie nun tun? Ihr Herr war nicht mehr da, zumindest nicht mehr so, wie sie es die letzten drei Jahre erlebt hatten. Einige hatten es wieder mit dem Fischen versucht, aber das war auch nicht mehr wie früher. Andere waren in der Stadt Jerusalem geblieben, ohne wirklich zu wissen, was jetzt zu tun ist. Doch die Angst vor Verfolgung und Gefangennahme war nicht gewichen. Manche fragten sich: werden wir auch, wie Jesus, angeklagt und dann zum Tode verurteilt? Wenn nicht bald etwas passiert, dann wird die ganze Botschaft von Jesus im Sande verlaufen, dann wird sich bald niemand mehr an Jesus erinnern. Aber da passierte wirklich etwas!

Als die Jünger eines Tages alle versammelt waren, geschah etwas Unglaubliches: ein Rauschen wie bei einem starken Wind erfüllte plötzlich den Raum, in welchem die Jünger saßen, und vom Himmel fiel Feuer. Zumindest sah es so aus, als ob kleine Feuerflämmchen auf die Jünger fallen würden. Die Jünger spürten in sich eine große Kraft. Es war, als ob jemand eine große Portion Mut in sie hinein schüttete. Sie fühlten sich nicht mehr traurig und leblos, sondern stark und voller Tatendrang. Da erinnerte sich ein Jünger an Worte, die Jesus selbst gesagt hatte: „Ich werde euch einen Beistand senden, einen, der euch meine Kraft gibt – den Heiligen Geist! Ihr werdet meine Zeugen sein und überall von mir und meinem Vater erzählen.“ So ist es dann geschehen: die Jünger sind aus ihrem Haus gestürmt, sie haben sich auf den Marktplatz gestellt und den Menschen von Jesus erzählt. Alle, die dort versammelt waren, verstanden die Rede. Sie hörten die Worte der Jünger und fingen an, Jesus zu vertrauen.

Jesus hat seinen Heiligen Geist nicht zurück genommen. Er ist heute noch da – für uns da! Er hilft uns, die Bibel zu verstehen. Er hilft uns, Jesus zu vertrauen. Er hilft uns, anderen Menschen von Jesus zu erzählen. Er gibt uns Mut, Kraft und Freude. Der Heilige Geist kann unser Leben in Schwung bringen, so wie er das Leben der Jünger in Schwung gebracht hat.

Gesprächsimpuls – Fortführung

Fragen an die Kinder:

Wo kann man heute diese Kraft Gottes spüren? Für welche Aktionen und Situationen kann der Heilige Geist uns Mut und Kraft schenken? Konntest du anderen schon einmal so von Jesus und deinem Glauben erzählen, dass sie gleich verstanden haben, was du meinst?
Die Antworten werden auf Karten aufgeschrieben, die dann zwischen die unterschiedlich farbigen Kartons gelegt werden.

Gebet

Jesus, wir danken dir, dass du uns nicht alleine gelassen hast. Dein Heiliger Geist ist bei uns. Durch ihn wissen wir, dass du uns nahe bist. Durch ihn bleiben wir in Bewegung. Durch ihn halten wir in unserer Gruppe zusammen. Jesus hilf uns, dass wir uns in unserem Leben von dir und deinem Geist führen lassen.
Amen.

Liedvorschläge

Mögliche Lieder, die zur Pfingstgeschichte passen:
Lied: „Zünde an dein Feuer, Herr im Herzen mir….!“ (Sein Ruhm unsere Freude Nr. 371)
Lied: „Geist des Vaters, du durchdringst mich!“ (Du bist Herr – kids Nr. 48) Lied: „Oh komm, du Geist der Wahrheit….!“ EKG Nr. 136
Lied: „Komm Heiliger Geist, mit deiner Kraft“ (JSL 80)

Spiel/ Spaß/ Aktion

Staffelläufe unterschiedlichster Art können im Anschluss gespielt werden. Damit kann Bezug auf das Loslaufen der Jünger genommen werden. Auch kann man deutlich machen, dass es nicht immer nur einfach ist, auf andere zu zugehen.
Eine abgesteckte Strecke, wenn möglich im Freien, wird von den zuvor eingeteilten Kleingruppen abgelaufen. Die Gruppe, die als erste die Strecke bewältigt hat, bekommt einen Punkt.

  • hüpfend auf einem Bein
  • rückwärts gehend
  • wie ein Frosch hüpfend
  • aufgestellte Hindernisse müssen überwunden werden
  • mit einem Luftballon, der die Erde nicht berühren darf
  • mit einem Ball, der immer aufgetippt werden muss.

Die neu entstandene Gemeinschaft unter den Nachfolgern Jesu wird deutlich, wenn alle an einer Sache gemeinsam wirken. Spiele rund um ein großes Schwungtuch entsprechen dem und bringen Jungscharkinder wie Mitarbeitende in Bewegung. Alle halten rundherum das Schwungtuch fest. Gemeinsam wird das Tuch nach oben und unten geschwungen. Unterschiedliche Aufgaben werden gemeinsam ausgeführt:

  • ein Ball muss immer auf dem Schwungtuch gehalten werden
  • bestimmte Personengruppen (blonde Haare, wer Geschwister hat, Turnschuhe trägt…) dürfen auf Kommando den Platz wechseln und dabei unter dem Schwungtuch durch wechseln
  • alle versuchen, unter das Schwungtuch zu kommen – dabei darf das Tuch nicht losgelassen werden.

Bastelidee: ein Windrad basteln

Dazu benötigt man etwas festeres Papier, in unterschiedlich große Quadrate geschnitten. Jedes Kind darf nun zwei bis drei unterschiedlich große Quadrate jeweils von den Ecken bis ca. ein bis zwei cm vor den Mittelpunkt einschneiden. Mit Hilfe eines Silberdrahtes und einigen Holzperlen werden die Quadrate, beginnend beim kleinsten, aufgefädelt. Dazu wird jede zweite Ecke in die Mitte gelegt und mit dem Draht durchgestochen. Sind alle Quadrate aufgefädelt, wird das Ende des Drahtes an einem Holzstab befestigt. Die Holzperlen sind jeweils am Anfang und am Ende des Auffädelns am Draht befestigt (weiterer Bastelvorschlag zu Windrad unter Bausteine).

Christine Hassing

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