Probeartikel

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Mirjam haut auf die Pauke

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

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Mirjams Lobgesang ist nur einen einzigen Vers lang: 2. Mose 15,21. Dennoch ist Mirjams Lobgesang wichtig: er wird von allen Frauen aufgenommen. Sie schlagen zusammen mit Mirjam die Pauke. Sie tanzen ihren Reigen mit. Zur Ergänzung kann man natürlich den Text von Moses Lobgesang hinzunehmen – v. a. weil man diese Geschichte nur im Zusammenhang versteht.

Das Volk Israel ist nach vielen Verhandlungen endlich aus Ägypten ausgezogen. Nun steht es am Roten Meer, vorn das Meer, rechts und links Berge und von hinten kommen die ägyptischen Soldaten, die sie zurückholen wollen. Eine ausweglose Situation. Da teilt sich das Meer für die Israeliten. Es weicht durch einen starken Ostwind zurück. Die ägyptischen Verfolger bleiben mit ihren Streitwagen stecken. Alles erinnert an eine spektakuläre Ebbe-und-Flut-Geschichte. Fakt ist, die Israeliten können mit Gottes Hilfe entkommen. Deswegen singen Mirjam und Mose einen Lobgesang. Dass hier gleichzeitig viele Menschen ums Leben kommen, sollte man zwar nicht herausstellen, denn es geht grundsätzlich um die Errettung der Israeliten. Es gehört jedoch elementar zur Geschichte, kann also nicht verschwiegen werden. Deshalb sollte man sich auf eventuelle Fragen der Jungscharler einstellen. Der Fokus unserer JS-Stunde liegt auf dem besonderen Eingreifen Gottes. Mit verändertem und geschärftem Blickwinkel können wir heute in unserem Lebensumfeld auch dieses Eingreifen Gottes sehen. Das Danken und Loben wollen wir immer wieder mit Kindern praktizieren.

Einstieg

Flussüberquerung

Die blauen Müllsäcke aufschneiden und als großes Meer auf den Boden legen. Die Jungscharler sollen versuchen, auf die andere Seite zu kommen, ohne das „Wasser“ zu berühren. Die Aufgabe kann bei größeren Kindern einfach so gestellt werden. Oder man gibt ihnen Stühle/Hocker, die sie auf die Müllsäcke stellen dürfen, um so das Meer zu überwinden – allerdings müssen sie sich überlegen, wie sie alle Jungscharler auf die andere Seite kriegen. Zur Steigerung das ganze auf Zeit spielen lassen. Durch Arme durchrennen Die Jungscharler stellen sich paarweise gegenüber, so dass sie sich bei ausgestreckten Armen an den Händen fassen können. Die Paare stehen nebeneinander, so dass eine Gasse zwischen den Paaren entsteht. Zuerst halten alle ihre Arme auf Schulterhöhe. Ein Freiwilliger stellt sich ca. 1m vor den Beginn der Gasse. Auf das Kommando des Spielleiters rennt der Freiwillige los, und die anderen heben ihre Arme wie bei einer Welle in die Höhe, so dass der Freiwillige ungehindert durch die Gasse rennen kann. Nach dem Spiel können die Freiwilligen gefragt werden, wie sie es erlebt haben, durch diese Gasse zu rennen. (Es braucht ganz schön Mut und Vertrauen einfach loszulaufen!)

Andacht

So, wie ihr zu Beginn vor der Riesenwassermasse standet, so ging es Mirjam und Mose auch. Nur waren sie nicht allein, sondern sie hatten das ganze Volk Israel bei sich. Mose war noch immer erleichtert, dass sie nach vielen Verhandlungen mit dem Pharao endlich aus Ägypten draußen waren. Ein Traum war mit Gottes Hilfe wahr geworden! Gott hatte den Pharao bewegt, dass er die Israeliten gehen ließ! „Endlich frei! Endlich keine Sklaven mehr!“ Diese Worte hallten noch immer in Moses Kopf, als er am Abend durch das Lager schritt, das die Israeliten am Meer aufgeschlagen hatten. „Endlich frei!“ Aber da, was war das am Horizont? Eine riesige Staubwolke! Da kam auch schon Mirjam angelaufen: „Mose, Mose! Die Ägypter! Die Ägypter kommen und wollen uns zurückholen! Was tun?“ „Ja, was tun?“ dachte Mose. Schon hörte er die Rufe der Israeliten um sich: „Warum hat Gott uns hierher geführt, wenn wir hier sterben sollen?“ „Mose, wäre es nicht besser gewesen in Ägypten zu bleiben als hier zu sterben?“ Mose seufzte. So schnell haben sie also Gottes Macht vergessen! Laut sagte er: „Seid still! Fürchtet euch nicht! Seht, was für ein Wunder Gott heute tun wird. Gott wird für euch kämpfen! Wartet ruhig ab!“ Mirjam fragte, was viele dachten: „Mose, wie soll das gehen? Was hast du vor?“

Doch Mose drehte sich wortlos zum Meer. Er hörte Gottes Stimme: „Mose, halte deinen Stab hoch! Streck ihn über das Wasser! Ich werde es teilen und ihr könnt hindurchziehen! Vertraut mir!“ Mose hob den Arm. Er streckte seinen Stab über das Meer. Und tatsächlich: es kam ein starker Ostwind auf und das Wasser teilte sich (Müllsäcke auseinanderziehen!). Wo eben noch Wasser war kam der Sandboden zum Vorschein. Mose ging los, immer auf dem Weg inmitten des Wassers – und alle Israeliten folgten. Einer nach dem anderen ging diesen Weg – rechts eine Wasserwand, links eine Wasserwand! Schließlich kam Mose auf der anderen Seite des Meeres an. Er hatte keine nassen Füße bekommen. Immer mehr Israeliten kamen schweigend zwischen den Wasserwänden heraus. Jeder drehte sich um und schaute. Noch immer standen die Wassermassen. Plötzlich rief jemand: „Seht! Die Soldaten folgen uns! Wir müssen doch noch kämpfen!“ Doch die Streitwagen wurden langsamer! Ja, sie blieben im Sand stecken! Staunend beobachteten die Israeliten, wie der Abstand zu den anrückenden Soldaten größer wurde. So plötzlich, wie er kam, ist der Wind verschwunden, als die letzten Israeliten das Festland betreten haben. Mit Macht kam das Wasser zurück und schloss sich über dem Weg. Alle Israeliten sind angekommen – aber keiner der Verfolger. Da hob Mose die Hände zum Himmel, fiel auf die Knie und rief „Danke, Gott! Dich will ich preisen! Deine Hand tut große Wunder, ja voller Liebe hast du uns geführt! Mit großer Macht hast du uns bis hierher gebracht! Du hast uns vor unseren Feinden gerettet! Dir sei Dank in Ewigkeit!“ Mirjam nahm ihre Pauke zur Hand, zuerst schlug sie langsam darauf und begann zu singen: „Singt dem Herrn, denn er ist mächtig und erhaben! Singt dem Herrn, singt!“ Dann begann sie dazu zu tanzen – und viele Frauen sangen und tanzten mit Mirjam: „Singt dem Herrn, denn er ist mächtig und erhaben! Singt dem Herrn, singt!“

Vertiefung

Gemeinsam mit den Jungscharlern überlegen, wo sie schon eine wunderbare Rettung erlebt haben. Z. B. dass jemand rechtzeitig dazukam, als ein Stärkerer sie schlagen wollte. Dass ein Unfall auf unerklärliche Weise verhindert wurde etc. Gebet Vater, danke dass du die Israeliten so wunderbar aus der Gefahr gerettet hast. Oft wünschen wir uns auch eine wunderbare Rettung aus Gefahren. Danke für jeden Unfall, den du verhindert hast. Danke für jede Hilfe, die rechtzeitig eintraf. Amen.

Kreative Umsetzung

Tänze

Da Mirjam und die Frauen getanzt haben, bietet es sich natürlich an, selbst auch zu tanzen.

Möglichkeit 1:
Wie die Frauen damals zum eigenen Gesang zu singen. Die Lieder „Hava nagila hava“, Hewenu shalom (Jungscharlieder, Nr. 33.14) eignen sich dafür. Dazu stellen sich alle im Kreis auf und fassen sich an den Händen. Das Lied wird gesungen und man bewegt sich im „Kreuzschritt“:
Rechter Fuß nach rechts setzen, linken Fuß hinter dem rechten kreuzen, rechten Fuß seitwärts setzen, linken Fuß vor dem rechten kreuzen usw. Der Tanz beginnt langsam und wird dann immer schneller. Wer schon gut geübt ist, kann sich auch die Arme gegenseitig um die Schultern oder die Taille legen.

Möglichkeit 2:
Zur CD tanzen – ob im Kreuzschritt oder in moderner Tanzweise dürft ihr entscheiden!

Musikinstrumente basteln

Trommeln aus Blumentöpfen
Den Luftballon das Stück, durch das die Luft hinein geblasen wird, abschneiden. Den Rest über den Blumentopf ziehen und gut spannen. Mit einem Stück Draht befestigen. Wenn man jetzt am Luftballon zieht, klingt es wie eine Trommel. Je nach Wunsch kann die Trommel auch verziert werden: Der Blumentopf kann zuerst mit Plakafarben bunt bemalt werden. Oder eine Kordel über den Draht binden. Auf einen Wollfaden Perlen aufziehen oder kleine Federn anbinden und ihn dann über den Draht binden.. Rasseln aus Glühbirnen Den Kleister anrühren. Das Papier in kleine Stücke reißen. Zunächst einige (mindestens sechs) Schichten Zeitungspapier mit dem Kleister auf die Glühbirne kleben. Dann eine oder zwei Schichten weißes Papier, so dass man das Zeitungspapier nicht mehr sieht. Je nach Wunsch werden jetzt Stücke vom Transparentpapier aufgeklebt oder man lässt alles trocknen und bemalt die Rassel später mit Plakafarben. Wenn alles gut getrocknet ist, mit dem Hammer die Glühbirne innen zerschlagen, damit die Glasscherben rasseln.

Lieder umdichten

Es wird zunächst mit den Jungscharlern überlegt, für was man Gott danken und ihn loben möchte. Dann nimmt man ein bekanntes und beliebtes Lied, dessen Text so umgeschrieben wird, dass die eigenen Gedanken darin vorkommen. Lieder Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, Jungscharlieder Nr. 33,1 Steht auf und lobt unsern Gott, Jungscharlieder Nr. 33,4 Hevenu shalom alechem, Jungscharlieder Nr. 33,14 Im Lande der Knechtschaft/Mirjam, Mirjam schlug auf die Pauke, Jungscharlieder, Nr. 58 Mit meinem Gott kann ich Wälle zerschlagen, Jungscharlieder Nr. 97

Beate Groß

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